Bike Transalp Challenge 1998 Etappe 1

Tageszusammenfassung

Streckenlänge

89,2 Kilometer

Höhenmeter

2244 Höhenmeter

Siegerzeit

3h 58min 28sec

Unsere Zeit

5h 17min 49sec = Siegerzeit + 33%

Tagesplatzierung

69

Gesamtrang

69

 

Mit einem etwas mulmigen Gefühl im Magen standen wir also am 24. August in Mittenwald auf dem Bahnhofsplatz zusammen mit über 400 anderen verrückten Bikern. Hier konnte man kurz vor dem Start endlich die einzelnen Etappen auf einer Karte betrachten. Am ersten Tag hatte ich eigentlich mit einer kürzeren Strecke gerechnet, da der Start erst um 12.00 Uhr angesetzt war. Dem war jedoch nicht so. Nachdem wir nochmals ausführlich über das Reglement sowie Streckenbesonder- heiten informiert wurden stellten wir uns in die Startaufstellung. Das Wetter war ganz O.K., daß heißt leicht bewölkt, nicht zu heiß und die Sonne schaute ab und zu durch.

Um 12.00 war es endlich so weit. Der Startschuß. Wir hatten uns vorgenommen das ganze recht locker anzugehen. Die ersten 2 Kilometer ging das auch noch ganz gut, da der Bürgermeister von Mittenwald mit einem Mountain-Bike vor dem Feld her durch den Ort vorneweg fuhr. Doch dann packte uns unweigerlich das Rennfieber. Im Isartal Richtung Grenzübergang Scharnitz wurde bereits schon kräftig Gas gegeben mit Windschattenfahren und so. Wir waren nicht zu bremsen, obwohl wir wußten, daß noch gut 18000 Höhenmeter vor uns lagen.

Beim ersten Anstieg zum Hochalmsattel mußten wir uns immer wieder gegenseitig bremsen, damit wir nicht zu schnell fuhren. Thomas und ich sind beide recht locker oben angekommen, der breite Schotterweg war auch nicht sonderlich schwierig, gerade richtig als Einstieg auf so einer Tour.- Auf der Abfahrt vom Hochalmsattel ins Johannestal fuhren wir an zahlreichen Bikern vorbei die damit beschäftigt waren ihre Reifen zu wechseln. Ein Bild, daß uns die nächsten acht Tage begleiten sollte.

Am zweiten Anstieg zum Plumsjoch haben wir dann doch etwas Gas gegeben und einige Teams überholt. Eigentlich wollten wir am ersten Tag wirklich gemütlich fahren. Uns hatte aber endgültig das Rennfieber gepackt. Oben am Paß wurde das Wetter deutlich schlechter. Zum dichten Nebel gab es auch noch Regen, der sich auf der Abfahrt Richtung Jennbach verstärkte. Vor dem Start hatten wir noch diskutiert ob für diese Tour wohl Stollenreifen oder Slicks besser geeignet sind. In der Abfahrt vom Plumsjoch hinunter waren wir beide froh, daß wir Stollenreifen auf den Bikes hatte. Es gab einige knifflige Passagen, die durch den Regen nicht ohne waren.

Unten im Inntal waren dann etwa 13 Kilometer ebene Strecke zurückzulegen bevor es in den Anstieg nach Weerberg ging. Auf der Teerstraße nach Weerberg kamen wir dann etwa 2 Kilometer vor dem Ziel in ein Gewitter. Darauf hätten wir gut verzichten können. Die letzten 2 Kilometer ins Ziel mußte ich feststellen, daß das Tempo doch zu hoch war. Mit ziemlich Müden Knochen (nur bei mir, Thomas war eigentlich noch ganz locker) und völlig durchnäßt kamen wir um 17.17 Uhr ins Ziel. Auf den ausgehängten Ergebnislisten konnten wir sehen, daß wir als 69er ankamen. Damit waren wir eigentlich ganz zufrieden, lediglich der Rückstand von 79 Minuten auf das Siegerteam schockierte uns etwas.

50 Meter neben dem Ziel war das von uns gebuchte Hotel. Glück gehabt! Die Taschen waren bereits auf dem Zimmer. Da wir so einen Kohldampf hatten, haben noch kurzfristig auf Halbpension umgebucht. Anschließend gings noch auf die Pastaparty und wie haben nochmals 3 Teller Spaghetti verputzt.

Nach dem Essen wurde noch die Strecke der zweiten Etappe auf den Karten studiert. Kurz nach 21.00 Uhr waren wir aber beide so müde, daß wir ins Bett fielen.

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