Buffalorarunde 2011 /2665 Höhenmeter und 88 Kilometer

 

20110702

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der Tour

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02.07.2011

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Heute stand die zweite Tour für meine Transalp Vorbereitung auf dem Programm. Die erste Hälfte über S-charl, den Alpisella Pass und den Döss Radond kannte ich schon ziemlich gut. Dieser Streckenteil hatte ich schon 2x bei der Bike Transalp Challenge, sowie bei einer Teilnahme des Nationalparkmarathons, gefahren. Bis zum Costainas Paß bin ich auch schon bei mehreren privaten Touren gefahren. Aber die Gegend hier ist auch so herrlich, dass ich hier immer wieder gerne mit dem Bike zurückkomme. Die Strecke von Buffaloa über den Ofenpaß und zurück über die Forcola Funtana kannte ich auch schon, da ich hier schon mal 2003 unterwegs war. Neu sollte die Verbindung der beiden Streckenabschnitte sein.

Hier eine Beschreibung der Tour:

Kurz den Trail hinunter von Vulpera zum Eisstadion von Scuol und schon beginnt der erste lange Anstieg. von 1250m geht es nun auf den nächsten gut 21 km auf 2250m bergauf. Das erste Stück verläuft etwas steiler am Rande des
S-charltal nach oben, dann biegt man über eine kleine Abfahrt ins S-charltal ein und die Steigung wird moderater.
Auch der Untergrund wechselt nun non Teer auf Schotter. Das S-charltal ist einfach super schön. Hier bin ich immer wieder gerne. Nach 1h und 2min passierte ich S-charl.

Hier starete gerade eine Horde von Bikern, die wohl auf einer Alpenüberquerung unterwegs waren und hier übernachteten. S-charl ist ein sehr beliebter Anlaufpunkt für Alpenüberquerer. Ich strampelte weiter und schon bald genoss ich den herrlichen Ausblick auf das obere S-charltal. An der Alp Astras ist es dann vorbei
mit dem gut zu fahreneden Schotterweg. Die letzten Meter bis zur Paßhöhe des Alpisellapasses muss man sich auf einem schönen Trail erkämpfen. Das schöne an dieser Strecke ist aber, dass bis zur Paßhöhe alles komplett fahrbar ist. Nach 1h 54min hatte ich die Paßhöhe erreicht.

Nun folgte zuerst ein steiler gar nicht so einfach zu fahrender Trail / Schotterweg bergab zur Alp Champatsch. Ab hier rollt man dann wieder auf einem breiten Forstweg in das Dörfchen Lü. Lü liegt total idylisch oberhalb des Val Müstair. Hier hatten wir meiner ersten Mehrtages Alpentour im Jahre 1997 übernachtet. ...auch schon wieder ein paar Jahre her.
Weiter ging's auf Forstwegen bergab ins Münstertal nach Tschierv. Hier muss mein einige Meter auf der viel befahrenen Ofenpassstraße zurücklegen, bevor der Weg rechts in Richtung Fuldera abbiegt. In Fuldera steuerte ich erst mal eine gemütliche Wirtschaft an um mich vor dem nächsten längeren Anstieg mit einem Kaffee und Kuchen zu stärken. Das ist der Vorteil gegenüber der Transalp oder einem Marathon. Einfach mal anhalten und Pause machen :-)

Nach der kleinen Stärkung ging's weiter. Zuerst ging es im Münstertal noch etwas bergab, bevor die Strecke scharf rechts berghoch in Richtung Val Mora / Döss Radond abbog. Auf den nächsten 8 Kilomentern geht es auf einem Schotterweg kanpp 700 Höhenmter bergauf. Da ich noch etwas die Höhenmeter des Vortages spürte, machte ich mir keinen Stress und kurbelte recht locker bergan. Unterwegs passierte ich wieder einige Alpenüberquerer. Ist schon
faszinierend, wie viele sich auf dieser Strecke über die Alpen quälen. Auch diese Paßhöhe lässt sich komplett fahren.

Nach der Paßhöhe folgt ein wunderschönes Hochtal in Richtung Val Mora. Ich musste immer wieder anhalten und Bilder machen. Aber die Faszination der Landschaft kann man wohl nur live erleben. Da sagen ein paar Schnappschüsse nicht wirklich viel aus. Nach knapp 6 km musste ich dann meine mir wohl bekannte Strecke nach rechts verlassen.
Schade eigentlich, gerade aus würde jetzt der Wahnsinnstrail durchs Val Mora folgen. Leider wäre aber dann die Strecke für ne sinnvolle Runde zu lange.

Also bog ich rechts ab und nach einigen Metern stand ich vor der Alp Mora, einer gemütlichen Almwirtschaft. Ich setzte mich auf die Terasse und wurde mit einem leckeren Mittagessen belohnt. Nach der wohlverdienten Pause folgte nun für mich unbekanntes Gelände. Es ging auf einem schön fahrbaren Trail bergauf in Richtung Döss dal Termel. Doch schon bald wurde der Trail steiler und selbst auf dem kleinsten Blatt ging nichts mehr. Eingie hundet Meter musste ich schieben. Und das mit einem vollgefressenen Bauch! Schon bald wurde der Weg aber wieder flacher und ich erreichte eine weitere wunderschöne Hochebene namens Jufplaun.

Über einen sehr grobschottrigen Weg ging es wieder bergab über Buffalora hinunter ins Tal nördlich des Ofenpasses. Ebenfalls eine geniale Landschaft. Kann ich nur jedem empfehlen. Unten an der Ofenpassstraße angekommen entschied ich mich gegen den Trail und wählte die Teerstraße um die 180 Höhenmeter bis zur Paßhöhe des Ofenpasses zurückzulegen. Nach den ruhigen Hochtälern war dies wieder ein krasser Kontrast, Motorradfahrer, Busse, Wohnwägen.
Hier wurde mir wieder klar, warum ich mein Rennrad eher selten verwende. Direkt an der Paßhöhe ging es dann rechtwinklig zur Straße links in einen Trail. Die ersten 15 Höhenmeter mussten geschoben werden, dann aber führte der Weg fast eben am Berg entlang. Ein ganz schmaler kniffliger Trail, der aber super viel Spass macht. Er kann auch über eine kurze Abfahrt auf der Paßstraße und einen Anstieg auf Schotter umfahren werden.

Am Ende des Trails ging es über Schotterwege leicht bergauf zur Alp da Munt. Ab hier galt es nochmals auf die Zähne zu beissen. Es solllte der letzte wirkliche Anstieg des Tages zur Forcola Funtana da S-charl folgen. Der Weg geht steil berghoch, anfangs auf Schotter und später dann auf einem Trail. Ich merke inzwischen die kanpp 70km in meinen Beinen und freue mich schon darauf, dass es ab der Paßhöhe im Prinzip nur noch bergab geht. Ab der Paßhöhe bolzt man einen super schönen Trail bergab zur Alp Astras. Hier schloss sich der Kreis meiner Runde.

Die nächsten Kilometer fliegt man quasi bergab an S-charl vorbei durchs S-charltal. Ganz zum Schluss durchquerte ich noch das S-charltal auf einem super schönen Trail. Der Gegenanstieg hoch zu den Häusern von Avrona verlangte von mir nochmals meine letzten Kräfte. ...und jetzt ging es wirklich nur noch bergab. Direkt vor dem schweizerhof spuckte mich der Berg aus. Insgesamt eine extrem schöne Runde. Absolut empfehlenswert, wenn man den Kilometern und Höhenmetern gewachsen ist.

Tag3:
Die Geschichte des dritten Tages ist schnell erzählt.
Ich hatte geplant das Inntal runter zu fahren und über Samnaun das Zeblajoch zu erklimmen. Anschließend wär ich runter ins Fimbatal gefahren um dann über die Heidelberger Hütte auf den Fimberpass zu gelangen. Von hier sollte dann die Trailorgie wieder hinunter ins Inntal beginnen um abschließend über Sent nach Scuol zurückzufahren.

Leider schlug aber das Wetter um und die dritte Tour musste ausfallen. ...wird aber bestimmt irgendwann nachgeholt. Scuol ist inzwischen auch einermeiner Fixpunkte, zu denen ich immer wieder zurückkehre, da man hier absolut geniale Touren fahren kann.