2 Ländertour in Südtirol und Osttirol  mit 2513 Hm und 116 Km mit Start in Bruneck

 

Höhenprofil MTB Tour Bruneck Ahrntal Rheintal Stallersattel Antholz

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21.08.2009

Auf dem Weg nach St. Vigil hab ich in Bruneck noch einen Stop eingelegt um eine schöne Runde in Südtirol und Osttirol zu fahren. Das Auto stellte ich kurzentschlossen in einem Gewerbegebiet kurz vor Bruneck ab. Es war ein wunderschöner Morgen, ich freute mich auf eine super schöne Tour. Um 08:55 Uhr setz ich mich aufs Rad. Bis Sand ist es ein recht gemütliches Einrollen. Auf meist geteerten Nebenwegen erreichte ich nach 20km und 52 Minuten Sand.

Ich wollte mich gleich frohen Mutes in den Anstieg begeben, da merkte ich, dass irgendwas mit dem Rad nicht stimmte. Ich schaute mir das ganze mal genauer an und musste feststellen, dass mein mittleres Kettenblatt nur noch von einer Schraube gehalten wurde. 3 Schrauben hatte ich wohl unterwegs verloren. So was blödes. Hatte mich so auf diese Tour gefreut. Jetzt wollte ich nicht wegen eines Defektes umkehren müssen. Also rollte ich ein paar Meter zurück nach Sand. Dort gab es ein kleines Radgeschäft. Aber wie ich vermutete hatten die natürlich keine passenden Schrauben für meine XTR Kurbel. Der Inhaber gab mir aber den Tip etwa 5km weiter nach Luttach zu fahren, dort sollte ein weiterer Radladen sein. Meine Erwartungen waren nicht sehr groß, im gut 5km entfernten Luttach passende Ersatzteile zu bekommen. ABer was sollte ich machen. Also verlies ich die ursprünglich geplante Route und fuhr weiter das Tal bergauf nach Luttach. Hier wurde ich positiv überrascht. Innerhalb von 5 Miunten hatte ich 3 neue Ketteblattschrauben am Rad und konnte weiterfahren. Und das für 8 Euro. Meine Laune stieg schlagartig wieder an. Leider musste ich die 5 km wieder das Tal hinunter bis kurz vor Sand fahren. Durch die 10km Umweg und die Reparatur hatte ich knapp eine Stunde verloren.

Auf etwa 900 müM ging es nun in den ersten Anstieg. Zuerst im Wald und später über Wiesen und Weiden geht es stetig bergan. Man fährt meist auf einem breiten Forst oder Fahrweg. Kurz nach Ahornnach hört dann der geteerte Weg entgültig. Auf der ganzen Strecke hat man immer wieder herliche Ausblicke ins Ahrntal und ins Reintal. Der Anstieg ist nicht ohne. Bei der Moosmaieralm befinde ich mich auf etwa 1950m Höhe. Es ist 12.00 Uhr und ich merke, dass ich langsam mal was essen sollte. Leider ist die Hütte nicht bewirtet. Der Hüttenwirt sagt mir, dass ich noch bis zur Durraalm weiterfahren muss. ...hätte ich nur was zu Essen eingepackt. Also fuhr ich weiter. Aber fahren war nur noch für kurze Zeit möglich. An der Hirberalm endete der Fahrweg und ein schmaler Trail, der nicht mehr fahrbar war, fürhte weiter.

Na super, etwa 40 -45 Minuten bleibt nichts anderes übrig als das Rad zu schieben. Nur kurze Zwischenstücke sind fahrbar. Ab dem höchsten Punkt des Trails kann man wieder fahren. Man hat einen herrlichen Blick hinunter ins Knuttental und auf das gegenüberliegende Bergmassiv. Es folgt ein recht trickreicher Trail hinunter zur Durraalm. Um 13.30 Uhr fahre ich zur Alm und bekomme endlich was zu Essen. Gerade noch rechtzeitig. Ich beeile mich, da noch rund 70km vor mir liegen.

Auf einem absolut geilen Trail geht es hinunter ins Knuttental. Die Abfahrt hat mich für die 45 Minuten Schieben absolut entschädigt. Hier gelangt man wieder auf eine breiten Fahrweg, auf welchem ich knapp 400 Höhenmeter bis zum Klammljoch hochkurbeln musste. Der Anstieg ist im Prinzip einfach fahrbar. In mehreren Kehren nähert man sich der Paßhöhe. Etwas erschwerend kommt hinzu, dass Gewitterwolken aufziehen und es sehr schwül ist. Der Thermometer meines Tachos zeigt über 30°C an. Und das auf etwa 2000 Meter Höhe über dem Meer.

Gegen 15.00 Uhr erreiche ich die Paßhöhe und überquere die Grenze nach Osttirol. Der Himmel ist inzwischen bewölkt und ringsrum ziehen Gewitterwolken auf. Es folgt eine Abfahrt auf einem breiten Schotterweg hinunter ins Defereggental. Ein schönes einsames abgelegenes Tal. Weiter unten im Tal fährt man die letzten Kilometer auf einem schmalen Teersträßchen, welches schließlich auf der breiten Fahrstraße endet, welche zum Stallersattel führt.

Inzwischen ist es stark bewölkt und ringsherum hört man schon einzelne Gewitter. Also sofort weiter in den Anstieg. Nach knapp einem Kilometer verlässt mich das Glück und das Gewitter bricht los. Da es weit und breit keine Möglichkeit gab um unterzustehen, fuhr ich einfach weiter. Nach kürzester Zeit war ich klitschnass. Durch die Temperaturen um 13°C werde ich aber langsam wieder fit. Ich habe einen schönen runden Tritt und kurble die Paßstraße hoch in Richtung Stallersattel. Ab der Waldgrenze hörte auch der Regen langsam auf. Kurz vor 16:30 erreiche ich den Stallersattel und es geht zurück nach Südtirol. Die ersten Meter fahre ich auf der schmalen Paßstrasse. Dann entdecke ich links einen schmalen Wanderweg, auf welchem ich die restlichen Höhenmeter bis zum Antolzer-See vernichte.

Leider verschlechterte sich das Wetter wieder. Entgegen meinem Plan fuhr ich am Biathlonzentrum vorbei, auf der Hauptstraße weiter in Richtung Antholz. Ich hoffte so dem von Osten aufziehenden Gewitter zu entgehen. Leider vergebens. Kurz vor Antholz fuhr ich wieder im strömenden Regen. Also fuhr ich weiter auf der Hauptstrasse bis ins Pustertal. Bei schönen Wetter hätte ich einen schmalen Nebenweg genommen. Gegen 17.00 Uhr erreichte ich das Pustertal. Der Rest der Strecke führte immer leicht bergab das Pustertal hinunter in Richtung Bruneck.

Gegen 17.30 rollte ich nach Bruneck rein. Hier schien wieder die Sonne und es hatte wieder knapp 25 Grad. Als ob es den ganzen Tag nie anders gewesen wäre.

Bis auf die beiden Gewitterschauer war es wirklich eine schöne Tour. Ich kann sie uneingeschränkt empfehlen. Es ist jedoch anzumerken, dass eine gewisse Grundkondition vorhanden sein sollte. Die Gesamtstrecke lag bei 116km!

So, das war nur der Auftakt für drei schöne Biketage in Südtirol.
Hier die Tour vom nächsten Tag in St. Vigil
Und die Tour vom übernächsten Tag in St. Vigil