Wutachtal mit 1075 Höhenmetern und 108 Kilometern

 

20090410

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10.04.2009

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Am Karfreitag 2009 war ein richtig schönes Wetter. Leider hatte es hier oben bei uns noch recht viel Schnee. Da ich aber das Wetter nutzen wollte, entschloss ich mich dazu mal eine etwa andere Runde zu fahren.  Ich wollte einige Kilometer rollen und somit überlegte ich mir, wie ich von Falkau aus eine möglichst lange Strecke mit wenig Höhenmeter zusammen bekomme. Herausgekommen ist diese Tour:

markerA(Start und Ziel ist bei mir Zuhause in Oberfalkau)
 
Von Oberfalkau aus geht es erst mal bergab nach Vorderfalkau. Vorbei am Falkauer Wasserfall musste ich feststellen, dass im Wald zum Teil doch noch mehr Schnee lag als erwartet. Auf der Sommerseite nach Lenzkirch lies es sich dann aber wieder ganz gut fahren. 


markerB (Quer durch die Ortsmitte von Lenzkirch)
 Aufgrund des Schnee’s entschied ich mich, von Lenzkirch nach Gündelwangen auf dem Bähnleradweg zu fahren. Aber auch hier musste ich noch einige Schneefelder überwinden. Aber es war alles halb so wild. Bei richtigem Kaiserwetter ging es weiter in Richtung Gündelwangen. Dort verlies ich den Bähnleradweg
 
markerC (Gündelwangen)
 In Gündelwangen verlies ich den Bähnleradweg und fuhr auf der Hauptstrasse weiter bis zur Abzweigung in die Wutachschlucht. Bisher war alles recht locker zu fahren. Hier geht es weiter auf einem schmalen geteerten Wirtschaftsweg. Bergauf und bergab gelangt man schließlich einige Kilometer weiter in das verschlafene Dorf Boll. Ich glaub hier sagen sich wirklich Hund und Katz Gutnacht. Hier bin ich bisher mit meinem Bike noch nie hingekommen. Aber ehrlich gesagt sind es genau die richtigen Wege um im Frühjahr locker einzurollen.

markerD (Boll)
  Ab Boll geht es ebenfalls auf einem schmalen geteerten Wirtschaftsweg weiter leicht bergauf in Richtung Münchingen. Man bewegt sich hier irgendwie abseits der Zivilisation. Aber zusammen mit dem Frühlings Kaiserwetter ist das eine echt gute Mischung

markerE (Münchingen)
  Apropos verschlafen, nach ca. 28 km führt die Rund durch Münchingen. Hier quert man die nicht gerade viel befahrene Hauptstrasse von Bonndorf nach Donaueschingen. Auf der anderen Seite geht es weiter in Richtung Dillendorf. Eigentlich wollte ich die Runde hier wieder zumachen und langsam wieder in Richtung Falkau fahren. Aber das herliche Frühlingswetter verleitete mich dazu auf dem Höhenrücken weiter zu fahren. Über Wirtschaftswege, z.T. auf Teer, z.T. auf Schotter ging es weiter in Richtung Schweizer Grenze. Kurzentschlossen entschied ich mich, nach Weizen runter zu fahren. Nach wenigen Minuten waren die Höhenmeter abgebaut und ich gelangte nach Schwaningen. Ab hier folgte ich dem Radweg das Tal hinunter nach Weizen.

markerF (Weizen)
 Weizen passierte ich ganz schnell und umrundete das Fabrikgelände von Sto. Ab hier fährt man nun fast auf dem Ebenen bzw. leicht fallend das Wutachtal hinunter. Auf Radwegen fährt man durch etliche Örtchen:
Stühlingen, Eberfingen, Eggingen, Ofteringen, Wutöschingen, Horheim, Schwerzen, Lauchringen bis man schließlich nach Tiengen gelangt. Kurz nach Eggingen war ich 2 Stunden unterwegs und mein Tacho zeigte 50 km an. Bisher ging es auch immer tendenziell nach unten, auf der zweiten Hälfte der Tour reduzierte sich der Schnitt dann merklich. Aber die Strecke das Wutachtal hinunter ist wirklich genau richtig um im Frühjahr Kilometer zu sammeln. Der Radweg ist abwechslungsreich und schön zu fahren.

markerG (Tiengen)
 Inzwischen war es kurz vor halb Eins, also gönnte ich mir in der Fußgängerzone erst mal ne Mittagspause und verspeiste beim Türken einen Kebap. Nach etwa 20 min Pause ging es aber schon weiter. Frisch gestärkt, aber mit einem etwas vollen Bauch rollte ich weiter. Nach wenigen Kilometern gelangte ich am Ortsende von Gurtweil ins Schwarzatal. Die Schwarza ist der Fluss, welcher aus dem Schluchsee fließt. Also musste ich nur dem Bachlauf bis zum Schluchsee folgen und ich war schon wieder fast zuhause. Naja, es lagen noch 600 hm und knapp 25 km zwischen mir und dem Schluchsee. Bis nach Witznau musste ich auf der Hauptstrasse fahren, ich dachte eigentlich rechts der Schwarza führt ein Wanderweg, aber ich habe niergendwo einen Einstieg gefunden. War aber auch nicht so schlimm, da man in Witznau die Hauptstrasse verlässt und in einer Sackgasse bzw. anschließend auf einer gesperrten Straße zum Schwarzasee hochfährt. Die Strasse wurde wohl zum Bau des Stausees angelegt. Man fährt auf Betonplatten wie auf einer alten Autobahn, jedoch ohne Verkehr. Die Steigung ist immer recht konstant. Die Höhenmeter lassen sich hier recht einfach bewältigen. Einzelne Schneeflecken an der Strecke zeigten mir, dass ich mich wohl langsam wieder in höheren Regionnen befand. Und dann sah ich auch schon vor mir den Schwarzasee.

markerH (Schwarzasee)
 Am Schwarzasee entschloss ich mich gerade aus weiter den Forstweg zu nehmen. Es gab nur vereinzelte Schneefelder, also sollten die letzten KM bis zum Schluchsee auf diesem Weg machbar sein. Diese Annahme war aber leider falsch. Ich musste immer wieder Stücke schieben. Z.T. lag der Schnee bestimmt noch einen halben Meter hoch. Etwa 1,5 km vor dem Ende des Weges, gab es kein Weiterkommen. Der Schnee lag einfach zu hoch. Also fuhr ich ein kurzes Stück zurück und bog links ab auf einen steilen Holzabfuhrweg. Hier musste ich etwa 30 Höhenmeter das Rad nach oben schieben. Der Weg hörte irgendwann auf und ich kraxelte quer durch den Wald. Aber irgendwann gelangte ich auf die Bundestraße B500. Dieser fuhr ich nun auf dem neu angelegten Radweg bis zur Abzweigung nach Blasiwald entlang. Nach der Abweigung fährt man noch etwa 1 km auf der wenigen befahrenen Zufahrtsstraße und gelangt dann nach Blasiwald. 


markerI (Blasiwald)
 Nach Blasiwald noch ein kurzes Stück bergauf und man steht auf der Staumauer des Schluchsee’s. Normalerweise würde ich jetzt hier den Weg links um den See nehmen. Aber aufgrund des Schnee’s war hier noch kein Durchkommen. Also ging es auf dem Radweg rechts um den Schluchsee.
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markerJ (Schluchsee)
 Nach wenigen Minuten erreichte ich den Bahnhof von Schluchsee. Nach dem Ort fuhr ich durch den Wolfsgrund und dann auf der rechten Seite der B500 auf dem Radweg nach Aha. Ab Aha war jetzt leider nur noch ein Weiterkommen auf der B500 möglich. Im Wald war überall noch Schnee. Also fuhr ich die letzten Kilometer auf der Bundesstraße. Mein Tacho hatte schon lange die 100km Marke passiert.

markerK (Altglashütten)
 Nun noch durch die Ortsmitte von Altglashütten und nach dem Bahnhof links die Schuppenhörnlestraße hoch und ich war nach 4h 46min und 108 km wieder Zuhause.

Im Nachhinein betrachtet, handelt es sich um eine super Tour um recht human Kilometer zu sammeln. Es sind viele ebene Passagen dabei. Die Höhenmeter sind alle gut zu bewältigen. Ich denke die Tour werd ich wieder einmal fahren.