Kandelhöhenweg mit 1923 Höhenmetern und 89 Kilometern

 

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19.04.2009

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Heute Morgen machte ich mich zu einer schönen Frühjahrsrunde auf den Weg. Ich muss dazu sagen, dass ich bei der Abfahrt meist gar nicht weiß, wo ich hinfahren werde. Das entscheide ich meist recht spontan und irgendwann steht dann mein Ziel fest. So war es auch heute Morgen, ich rollte erst mal nach Altglashütten runter und überlegte, wo ich denn hinfahren könnte. Irgendwie war ich noch nicht richtig wach, also entschied ich mich erst mal dazu locker ins Bärental rüber und dann auf dem Wanderweg durch den Wald nach Titisee runter zu fahren. Da es bei uns oben noch nicht sehr frühlingshaft war, entschied ich mich in Richtung Dreisamtal zu fahren. Zuerst ging es aber von Titisee über die Winterhalde nach Hinterzarten. Teils auf Waldwegen, teils auf einem Teersträßchen. Ab Hinterzarten geht es weiter recht locker in Richtung Breitnau. Ebenfalls wieder auf Teersträßchen und Waldwegen.

Nach einer Stunde passierte ich das Windrad bei Breitnau und  machte mich auf die Abfahrt in Richtung Himmelreich. Die Abfahrt ist recht einfach zu fahren. Sie verläuft meist auf breiten Forstwegen. In den nächste 16 Minuten vernichtete ich auf 8km Länge gut 600 Höhenmeter. Unten in Himmelreich war schon richtig Frühling. Im April kommt es einem hier unten vor als sei man in einer anderen Klimazone

Von Himmelreich geht es immer eben, bzw. leicht bergab über Kirchzarten nach Ebnet. Die letzten Kilometer fuhr ich auf dem Radweg der Dreisam entlang. Bis hierhin war eigentlich alles ganz easy. 37km in 1h37 min. Jetzt ist das einfache Teilstück jedoch beendet. Ich habe den tiefsten Punkt der Tour erreicht. In Ebnet beginnt der Anstieg in Richtung Roßkopf. Über schmale Trails benötige ich 41 Minuten für den  416 Höhenmeter langen Anstieg.

Ab dem Roßkopf geht es weiter auf dem wunderschönen Kandelhöhenweg. Bis St. Peter fährt man auf einem schönen Trail, der ständig auf und ab geht. Auf halber Strecke war fast kein Durchkommen. Durch Sturmschäden war der Weg komplett unpassierbar. Aber quer durchs Unterholz ging es dann doch irgendwie weiter.

Gut eine Stunde später stand ich an der Hauptstraße von St. Peter ins Glottertal. Insgesamt war ich bis hierher 3h 22 min unterwegs. Man denkt, dass man hier das meiste hinter sich hat. Aber wenn man dem Wanderweg weiter in Richtung St. Märgen folgt, muss man noch einige Höhenmeter zurücklegen. Man quert die Hauptstraße und bringt nochmals 270 Höhenmeter hinter sich. Aber es lohnt sich, da man oben von der Höhe immer wieder herrliche Ausblicke hat. Man fährt die Strecke zuerst auf einem schmalen Teersträßchen, schmalen Wanderwegen und zum Teil auf breiten Forstwegen. Am Sportplatz in St. Märgen ist gerade ein Fußballspiel. Der Duft des Wurststandes erinnert mich daran, dass ich bis auf einen Riegel noch nichts gegessen hatte. Genüsslich verspeisste ich eine schön fettige Bratwurst mit Ketchup. Naja, nicht gerade bikerfreundliche Nahrung, aber lecker.

Frisch gestärkt nehme ich den Rest des Anstieges bis zum Thurner in Angriff. Zuerst fährt man ein Stück der Hauptstraße entlang, dann fahre ich links von der Hauptstraße auf dem Wanderweg. Das letzte Stück bis zum Thurner nehme ich dann wieder die Hauptstraße.

Am Thurner liegen noch einzelne Schneereste. Ich merke, dass ich dem Frühling wieder entflohen bin. Eigentlich würde ich von hier weg den Wanderweg über die Weisstannenhöhe nehmen. Aber hier lag einfach noch zuviel Schnee. Also fuhr ich das schmale Teersträßle nach Bruckbach runter, querte ins nächste Tal nach Eckbach, nochmals ins nächste Tal nach Siedelbach und gelang schließlich oberhalb der Schildwende durch bis zur Fürsatzhöhe. Hier konnte ich wieder vom Teer auf losen Untergrund wechseln. Es ging den Wanderweg runter bis nach Titisee. Hier musste ich einmal durch die vielen Touris in der Fußgängerzone um am Ende des Sees die ehemalige Rodelbahn nach Saig hoch zu fahren. Es ist ein breiter Forstweg, auf welchem man auf 1,1 km 165 Höhenmeter absolivert. Die durchschnittlich 15% Steigung zeigte jedoch, dass meine Oberschenkel doch etwas müde geworden sind. Es war halt doch noch früh in der Saison.

Aber am Sportplatz in Saig hatte ich die größten Schwierigkeiten hinter mir. 20 Minuten brauchte ich noch auf dem breiten Höhenweg bis nach Hause in Falkau. 5h 46min. Das war eine schöne Frühjahrs-Trainingsrunde.