Bei Lugano: Gola di Lago - Monte Bar - San Lucio 2160 Höhenmeter, 58 Kilometer

 

20141019

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19.10.2014

mountainbiking

Als mich Christoph 2008 zum ersten Mal ins Val Colla gebracht hat, hab ich mich sofort in die Landschaft verliebt. Nun bin ich zum vierten Mal hier um die Runde von 2008 etwas modifiziert zu wiederholen. Den langen Teeransteig zum Rifugio Monte Bar hoch ersetzte ich durch einen schönen Trail über Gola die Lago. Ebenfalls habe ich die Abfahrt interessanter gemacht durch einen schönen Trail über den Monte Roveraccio. Für mich ist dies eine der absoluten Topstrecken die ich kenne. Übrigens war ich flott unterwegs aber auf dieser Strecke ist eine Durchschnitts- geschwindigkeit von 12,1 km/h nicht gerade langsam. 

Von Savosa geht es erst mal leicht ansteigend nach Porza und Cormano. Hinter Cormano führt die Strecke weiter ansteigend durch einen schönen Kastanienwald bei San Bernardo. Nach einer kurzen Abfahrt nach Tesserete folgt man einer schmalen Teerstraße über Bigorio in Richtung der Kirche Covento Sta. Maria. Das wenig befahrene Teersträßchen sorgt dafür, dass man die Höhenmeter bis auf 825m recht locker zurücklegt. Nun gelangt man auf den Höhenrücken südwestlich von Gola di Lago. Man fährt teils über Wiesen, teils über Trails, an Häuschen vobei, durch den Wald über Wasserläufe und genießt  das abwechslungsreiches Gelände.  Da es immer leicht bergab geht, fliegen die Eindrücke nur so an einem vorbei.

Die Leichtigkeit hat aber bald ein Ende. Bei Gola di Lago wechselt der Untergrund wieder auf Teer und der nächste Anstieg beginnt. Es folgen einige brutal steile Rampen, die sich gerade so im kleinsten Gang durchdrücken lassen. Zum Glück fährt man auf Teer, sonst hätte man keine Chance. Bei einer Alm, deren Name ich nicht kenne, hört das Sträßchen auf. Es folgt der Wanderweg hoch zum Kreuz bei Motto della Croce. Viele der steilen groben Rampen konnte ich hochdrücken, einige musste ich aber schieben. Die harten Rampen vergisst man aber bei den traumhaften Ausblicken schnell. 

Nach dem Motto della Crocel gelangt man auf den geteerten Fahrweg welcher zur Capana Monte Bar führt. Die knapp 200 Höhenmeter bis zur Hütte lassen sich auf dem Weg gut bewältigen. In der Capana Monte Bar sollte man auf jeden Fall einkehren. Es gibt leckere Suppen, Vesper und dazu einen traumhaften Ausblick.

Nachdem man sich in der Hütte gestärkt hat, folgt nun zuerst noch ein breiter Weg bis zu einem großen Haus, welches an der Stelle eigentlich gar keinen Sinn macht, namens Piandanazzo. So, an dieser Stelle beginnt nun der legendäre Höhenweg nach San Lucio. Bis zur Alpe Pietrarossa eigentlich noch unspektakulär, leicht bergab, aber das wird sich noch ändern.... Die nächsten 6 Kilometer sind nun zum genießen da. Immer auf einem schmalen Trail am Hang entlang. Aber man darf sich nicht täuschen. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Und außerdem sollte man schon etwas schwindelfrei sein, da es zum Teil rechts ziemlich bergab geht.

Nach unendlich vielen Taleinschnitten sieht man dann vor sich 2 Gebäude näher kommen, San Lucio.
Ehrlich gesagt habe ich immer gedacht, hier könnte man nicht einkehren. Aber mein Googleergebnis sagt gerade etwas anderes. Die Kirche und das Rifugio liegen übrigens bereits in Italien und nicht mehr in der Schweiz. Das Rifugio war in der Vergangenheit die Grenzwache.

Man folgt nun der Schotterstraße einige hundert Meter bergab. Aber keine Sorge, die Trailorgie geht gleich wieder weiter.  Auf der italienischen Seite des Kammes geht der Weg stetig steigend bergauf. Inzwischen merkt man schon die zurückgelegten Höhenmeter. Aber zum Glück geht es nicht allzuweit bergauf. Nach etwa 100 Höhenmetern wechselt man wieder auf die Schweizer Seite des Kammes.  Im Gegensatz zu den letzten Kilometern führt der Weg nun durch den Wald. Aber jeder der nun hofft, es könnte nun gemächlich bergab gehen, hat sich getäuscht. Es folgt wieder ein ständiges Auf und Ab. Später jedoch nur noch Ab. Und zwar so steil, daß es für mich gerade noch fahrbar war. Die Abfahrt ist gar nicht so trivial, weil man im Herbst in knöcheltiefem Laub unterwegs ist. Und das in Kombination mit versteckten Steinen kann ganz schön tükisch sien.

Irgendwann wird man auf einer Lichtung ausgespuckt und gelangt auf eine Wegkreuzug breiter Forstwege. Durch den Wald nach llinks erkennt man schon die Capana Pairolo. Hier kann man nochmal einkehren. Es gibt leckeren Cappuccino und Kuchen. Die Strecke geht links an der Hütte vorbei weiter bergab über die Wiese. Anschließend geht es wieder durch den Wald. Insgesamt eine sehr schöne Abfahrt auf schmalen Wegen. In Cioascio führt ein extrem steiler Weg über eine Weide hinunter zu den Häusern. Hier muss man rechts durch die Häuser hindurch um den leicht ansteigenden Trial zu finden. Über einen weiteren Trail gelangt man nach zu den Häuschen nach Arla. Man überquert die Straße, welche ins Val Colla führt und folgt einem breiten Schotterweg bergan auf den Monte Roveraccio. Nun geht es bergab in Richtung Startpunkt. Zuerst an Sonvico vorbei, durch Dino, über den Fluß und auf der anderen Talseite wieder bergan bis nach Savoa.